Klatschsucht

Klatschsucht schadet nicht nur unserem Sozialleben, sondern auch unserem Hormonsystem und unserem Gehirn auf folgende Weise:

Versteckter Stress
Angstzustände
Schlafstörungen
Herzerkrankungen
Diabetes-Ausbruch
Konzentrationsschwierigkeiten
Verminderte Lebensenergie

Klatsch und Tratsch können zu einer biologischen und psychologischen Sucht werden, wenn sie einem Menschen das Gefühl geben, wertvoller zu sein. Am stärksten betroffen sind jedoch Kinder in der Gemeinschaft.

Klatsch, der als Ventil für unausgesprochene Gefühle dient, bietet umso größere Erleichterung, wenn er von der anderen Person uneingeschränkt gebilligt wird. So schlüpft der Klatschmaul in eine ihm zugewiesene Rolle in einem Film, der von der anderen Person geschrieben und inszeniert wird, die den Klatsch gutheißt und keinerlei Verantwortung dafür trägt.

Daher bin ich der Ansicht, dass bei der Klatschsucht sowohl die Verantwortung, die sich aus der eigenen Natur ergibt, als auch die Verantwortung, die sich aus dem Umfeld ergibt, in dem man sich bewegt, von großer Bedeutung sind.

Denn diese Sucht führt dazu, dass sowohl derjenige, der den Klatsch verbreitet, als auch derjenige, der ihn gutheißt, sich von ihrem wahren Selbst entfremden, was die psychische Gesundheit beider beeinträchtigt. Gleichzeitig werden bei diesen Personen gefährliche neurotische Abwehrmechanismen wie Empathie und Unterwürfigkeit aktiviert.

Yunus Emre drückte es so schön aus: „Jeder Mensch, der von seinem Wesen getrennt wurde, ist ein Waisenkind.“

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Grüße an alle Freunde, die ihrem eigenen Wesen verpflichtet sind, deren Handlungen mit ihrem wahren Selbst, ihren Worten und Schriften übereinstimmen.

Mit freundlichen Grüßen.

Anmerkung: Mein Leser Memiş, ein Film- und Fernsehstudent an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Universität Istanbul, hat sich die Mühe gemacht, wissenschaftliche Studien aus Joseph Glenmullens Buch „Coming Off Antidepressants“ der Harvard Medical School zum Zusammenhang zwischen Klatsch und psychischer Gesundheit zu zitieren. Dafür danke ich ihm.